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Prüfungen Bachelor Vordiplom Hauptdiplom Diplomarbeit
Bachelor In der Vorlesung „Persönlichkeitspsychologie“ (4 ECTS-Punkte) werden Theorien und Forschungsergebnisse der Persönlichkeitspsychologie behandelt. Persönlichkeit wird durch das Zusammenwirken aller psychischen Funktionsebenen verstanden, die an der Entwicklung persönlicher Kompetenzen beteiligt sind (Gewohnheiten, Aktivierung, Affekte, Stressbewältigung, Motive, Ziele und Selbststeuerung). Dazu werden Forschungsergebnisse über die verschiedenen Funktionsbereiche aus allen Teilgebieten der Psychologie integriert (einschließlich ihrer neurobiologischen Grundlagen), um ihre Interaktionen als zentrales Thema der Persönlichkeitspsychologie zu erarbeiten.
Das Seminar „Ausgewählte Themen der Persönlichkeitspsychologie“ (4 ECTS-Punkte) gibt einen Überblick über die empirische Persönlichkeitsforschung aus der Perspektive der Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen (PSI). Die Themen des Lehrbuches sollen diskutiert und anhand ausgewählter Literatur vertieft werden. Das Seminar wird vierfach angeboten. Da die vier Veranstaltungen gleich viele Teilnehmer haben sollen, können sich Studierende lediglich zu einer der Veranstaltungen (verbindlich) anmelden. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, so dass keine Eintragung mehr möglich ist, wenn das Seminar voll belegt ist. Wer sich eingetragen hat, hat prinzipiell einen Anspruch auf die Teilnahme an dem betreffenden Veranstaltungstermin. Es gilt also hier „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Die Möglichkeit Termine mit Mitstudierenden untereinander zu tauschen, besteht natürlich.
Die Inhalte der Vorlesung „Persönlichkeitspsychologie“ und des Seminars „Ausgewählte Themen der Persönlichkeitspsychologie“ werden am Ende des Moduls mit einer Klausur oder einer mündlichen Prüfung abgeprüft. Die Prüfungsform wird zu Beginn des Moduls bekannt gegeben. Manche Teile des prüfungsrelevanten Lehrbuchs werden in Vorlesung und Seminar eingehender behandelt, andere weniger (wie z.B. der geschichtliche Teil). Das Verständnis und das Lernen der in diesen beiden Veranstaltungen weniger eingehend behandelten, aber dennoch prüfungsrelevanten Themen kann jedoch durch die Teilnahme an der Vorlesung „Einführung in die Psychologie“ erleichtert werden.
Basisliteratur: Kuhl, J. (2009). Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie: Motivation, Emotion, Selbststeuerung. Göttingen: Hogrefe.
Prüfer • Prof. Dr. Julius Kuhl • Dr. Miguel Kazén • Dr. Markus Quirin
Einige Tipps zur Prüfungsvorbereitung zurück zum Seitenanfang
Vordiplom Der Prüfling soll zeigen, dass er/sie die wissenschaftliche Fragestellung der Persönlichkeitspsychologie mit ihren theoretischen und metatheoretischen sowie methodischen und methodologischen Implikationen verstanden hat.
Die Prüfung besteht aus (I) einem Spezialthema, (II) einem Übersichtsthema und (III) einem allgemeinen Teil, die zu etwa gleichen Teilen die Prüfung ausmachen (je ein Drittel).
Es gibt 2 Seminartypen:
(1) Spezialseminare ("prüfungsrelevante Vertiefungsseminare") über spezielle Themen (z.B. Stressverarbeitung; Gedächtnis und Handeln; Neurobiologie der Persönlichkeit)
und
(2) Basisseminare, die einen Überblick über die Persönlichkeitspsychologie geben [z.B. Einführung in die Persönlichkeitspsychologie; Systemtheorie der Persönlichkeit].
In den Basisseminaren können die Abschlussnoten als Vornoten in das Vordiplom eingebracht werden (nur bei Absolvieren von 2 Basisseminaren möglich). In den Spezialseminaren können das Spezialthema und das Übersichtsthema für die mündliche Prüfung im Vordiplom erarbeitet werden.
Achtung: Die Unterscheidung von Basis- und Spezialseminaren bezieht sich lediglich auf die Vornotenregelung; sie hat nichts mit dem Credit-Point System zu tun (Punkte gibt es für alle Seminare).
Spezial- und Übersichtsthemen (1. und 2. Drittel der Vordiplom-Prüfung)
(I) Für das Spezialthema (1. Drittel des Vordiploms) sind 5 empirische Originalarbeiten (Zeitschriftenartikel) zu einem mit dem Prüfer zu vereinbarenden Thema zu erarbeiten (Vorbesprechung erforderlich!). Dabei soll durchaus auch eine begründete Bewertung des Ansatzes, der Methode und der Ergebnisse der jeweiligen Arbeiten vorgenommen werden. Das Spezialgebiet soll dem Interesse des Prüflings entspringen. Für das Spezialthema ist wesentlich, dass empirische Literatur direkt bearbeitet wird. Das heißt, die fünf Originalartikel sollten in all ihren Bestandteilen diskutiert und bewertet werden.
(II) Zu dem Übersichtsthema (2. Drittel des Vordiploms) werden allgemeine Fragen aus einem speziellen Seminar gestellt, das nicht mit dem Seminar identisch ist, aus dem das Spezialthema gewählt wurde. Es wird dringend empfohlen, das Spezial- und das Übersichtsthema in je einer speziellen Lehrveranstaltung zu erarbeiten, da so gewährleistet ist, dass Sie das Thema hinreichend fundiert beherrschen.
Beispiele für Spezial- und Übersichtsthemen sind (spezielle Lehrveranstaltungen):
• Lageorientierung und Depression • Repression und Sensitization • Leistungsmotivation • Wille und Selbstregulation • Intrusive Gedanken • Basisdimensionen der Persönlichkeit • Experimentelle Erforschung der Extraversion (oder anderer Dimensionen) • Intrinsische Motivation • Motivation und Gedächtnis • Stressbewältigung u.a.
(III) Allgemeiner Teil (3. Drittel der mündlichen Prüfung)
Grundlage: Vorlesung im SS und WS (Motivation und Persönlichkeit I und II) und die beiden Begleitseminare (Basisseminare mit Klausuren)
Literatur dazu: Kuhl, J. (2009). Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie: Motivation, Emotion, Selbststeuerung. Göttingen: Hogrefe.
Der Prüfungsverlauf sieht so aus, dass der Prüfling in der Regel mit einem Vortrag sein Spezialgebiet vorstellt. Es empfiehlt sich, dabei an den entsprechenden Stellen Bezüge auch zu allgemeinen Aspekten wie alternativen Theorien, Methoden, Konzepten vorzunehmen. Die Prüfer/innen können jedoch an allen Stellen Zwischenfragen stellen. Zu jeder Prüfung gehört ein mindestens 10minütiger allgemeiner Teil, in dem Fragen aus den unterschiedlichen Bereichen, die mit der allgemeinen Literatur abgedeckt werden, gestellt werden. Die Note wird konsensuell zwischen Prüfer/in und Protokollant/in in Abwesenheit des Prüflings festgelegt. Abschließend wird die Note dem Prüfling mitgeteilt. zurück zum Seitenanfang
Hauptdiplom Die Abteilung Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung kann als Basis- oder Schwerpunktfach studiert werden. Entsprechend kann eine Prüfung in dem Fach „Persönlichkeitsentwicklung“ im Hauptdiplom abgelegt werden. Ziel der Prüfung im Hauptdiplom ist es zu demonstrieren, dass das gesamte Spektrum des persönlichkeitspsychologischen Wissens, wie es im Vordiplom gefordert ist, auf Aspekte und Fragestellungen der Anwendung übertragen werden kann. Der Prüfling entscheidet sich für ein anwendungsbezogenes Thema seiner Wahl und bespricht die notwendige Literatur mit der Prüferin. In der Prüfung trägt der Prüfling seine Ausarbeitung dieses Gebietes vor und diskutiert sie mit den Prüfer/innen.
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Verfassen einer Diplomarbeit Wer eine Diplom-Arbeit im Fach Persönlichkeitsforschung erwägt, sollte am besten nach einer ersten Kontaktaufnahme mit einem der Betreuer (Kazén, Kuhl, Quirin) per Email einen Beratungstermin vereinbaren (außerhalb der Sprechstunde), damit ein Thema gefunden werden kann, dass den Diplomanden persönlich anspricht und gut motiviert. Bei den vielen Forschungsthemen unserer Einheit ist die Chance groß, dass aus einem persönlichen Interessengebiet eine interessante Forschungsarbeit wird. Unsere bisherigen Diplomanden berichten immer wieder, dass ihnen die Diplomarbeit in der Praxis (auch bei Bewerbungen) besonders deshalb geholfen hat, weil sie Fortschritte der Grundlagenforschung (nicht nur aus dem Bereich der Persönlichkeitspsychologie) mit konkreten Anwendungsfeldern verbindet. Außerdem wirkt sich auch unsere intensive methodische Betreuung (z. B. Erlernen des Umgangs mit SPSS, Video-Auswertung, beratungs- bzw. therapiebegleitende Diagnostik oder auch EEG-Anwendungen) sehr positiv auf Bewerbungschancen aus. Untersuchungen, die im Rahmen von Diplomarbeiten durchgeführt werden, können auch in Kooperation mit Institutionen erfolgen, mit denen wir zusammenarbeiten (Unternehmen, Kliniken, niedergelassene Psychotherapeuten, Coaches, Berater u.a.).
Allgemeine Richtlinien
• Nicht zu lang (ca. 100 Seiten) • Orientierung der Struktur an Zeitschriftenartikeln (z.B. Journal of Personality and Social Psychology, Journal of Personality) und gemäß APA-Regeln
Einleitung
• nur theoretische Grundlagen, die zur Fragestellung führen • empirische Untersuchungen zum Thema (Was gibt es? Welche Fragestellungen sind offen?) • Diskussion (nicht reine Wiedergabe) der Theorien und Untersuchungen mit dem Ziel, zur Fragestellung zu gelangen (möglichst immer die jeweils behandelten Befunde mit Seitenangabe konkret nennen) • Jeden Schritt begründen • Ableitung der Fragestellung
Methodenteil
• ergibt sich aus theoretischen Annahmen • Beschreibung der Untersuchung (Versuchspersonen, Datenerhebung, Auswertung, ...- wie in Zeitschriften, auch die Tabellen)
Ergebnisteil
• orientiert sich an Fragestellung • Ergebnisse sind deskriptiv (keine Spekulationen und Erklärungen)
Diskussion
1. kurze Zusammenfassung der Ergebnisse 2. Diskussion der Ergebnisse (Hypothesen bestätigt?), Einordnung in theoretischen Teil 3. Diskussion der Ergebnisse im Licht alternativer theoretischer Ansätze 4. Wo sind Probleme aufgetreten? (Welche Schwachpunkte hat die Arbeit?) 5. Einordnung in einen größeren Zusammenhang (Es darf spekuliert und gesponnen werden.)
6. Anregungen für weitere Forschung Literaturangaben
• nach APA-Standard
Zum Schluss
• Zusammenfassung (Abstract) schreiben
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