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Das Fachgebiet
"Persönlichkeit" gehört wohl zu den faszinierendsten, aber auch zu den sehr schwer fassbaren Begriffen der Psychologie. Wir alle haben eine intuitive Vorstellung davon, was wir meinen, wenn wir im Alltag von einem Menschen sagen, er sei eine "große Persönlichkeit" oder er besitze bestimmte Persönlichkeitszüge wie Freundlichkeit, Ängstlichkeit, Impulsivität oder Gewissenhaftigkeit. Kann man solche Begriffe wissenschaftlich erklären? Wie entstehen diese und andere Persönlichkeitsmerkmale? Wie wirken sie sich auf das Verhalten der Menschen aus? In welchem Maße kann man sie ändern? In der Lehre wird in Osnabrück der Stand der persönlichkeitspsychologischen Forschung in eine Systematik eingeordnet, die es ermöglicht, die z. T. sehr heterogenen Forschungsthemen und theoretischen Perspektiven verschiedenen Systemebenen zuzuordnen (Gewohnheiten, Temperamt, Affekte, Stressbewältigung, Motive, kognitive Prozesse und Selbststeuerung). Darüber hinaus werden Befunde aus anderen psychologischen Fächern, die für das Zusammenwirken dieser verschiedenen Systemebenen relevant sind, in die Betrachtung mit einbezogen. In der Forschung wenden wir eine solche systemtheoretische Sichtweise der Persönlichkeit an, und untersuchen Persönlichkeit als eine spezifische Konstellation der Interaktionen zwischen kognitiven, affektiven und motivationalen Prozessen. Wir untersuchen diese Prozesse wie die Umsetzung von Vorsätzen (Willensbahnung) und die Integration neuer Erfahrungen in die gesammelte Lebenserfahrung (Selbstentwicklung) mit experimentellen Verfahren und mithilfe neurobiologischer Methoden. Lesen Sie mehr in der ausführlichen Beschreibung des Fachgebiets. |